Jahresrückblick
Aus ASV-Pinnwipp
Werte Vereinsmitglieder und Freunde,
Werte Vereinsmitglieder und Freunde,
das alte Kalenderjahr 2011 ist verstrichen, das neue Kalenderjahr 2012 liegt mit neuen Herausforde-rungen, Erwartungen und Wünschen vor uns. Ein Blick zurück zeigt, dass die letzten Vorstandswahlen bereits drei Jahre zurückliegen und demnach alle Vereinsmitglieder bei den anstehenden Vor-standswahlen die Möglichkeit haben, aktiv am Vereinsleben mitzuwirken. Entsinne ich mich zurück, bedeutet dies für mich die Komplettierung von zehn Jahren aktiver Vorstandsarbeit, darunter die ver-gangenen zwei Amtsperioden als 1. Vorsitzender. Gemessen an der Vorstandstätigkeit manch anderer Vorstandsmitglieder ist dies zwar noch keine lange Zeit, dennoch möchte ich versuchen, die Ent-wicklung unseres Vereines in den vergangenen Jahren Revue passieren zu lassen.
Halte ich mir die Mitgliedszahlen unseres Angelsportvereins heute im Vergleich zu denen vor zehn Jahren vor Augen, so lassen sich keine großen Unterschiede feststellen. Es hat Jahre gegeben, in denen wir über 30 Neuaufnahmen zu Beginn bzw. während des laufenden Geschäftsjahres zu ver-zeichnen hatten, so dass unsere Mitgliederzahl auf weit über 120 Vereinsmitglieder wuchs. Dies rela-tivierte sich jedoch im Laufe der vergangenen Jahre wieder, so dass wir uns bei ca. 70 Vereinsmit-gliedern verschiedensten Alters wieder eingependelt haben. In meinen Augen ist dies eine sehr an-genehme Mitgliederzahl, da ich so jedes Vereinsmitglied noch persönlich kenne und erkenne. Obwohl in dem einen oder anderen Vereinsjahr für unsere Verhältnisse auch relativ hohe Austrittszahlen zu verbuchen waren, freut es mich immer insbesonders, wenn „alte“ Vereinsmitglieder sich für eine Wie-deraufnahme anmelden oder aber auch Ehrungen für eine 30 oder 40-jährige Vereinsmitgliedschaft anstehen. Dies erfüllt mich und meine Vorstandskollegen immer mit Freude, da dies natürlich indirekt auch immer eine Bestätigung für die Vorstandsarbeit und die Gewässerbeschaffenheit ist. Generell gilt, und das möchte ich im Zusammenhang mit der Mitgliedspolitik unseres Angelsportvereines nochmals erwähnen, dass keinem Angler in den vergangenen zehn Jahren meiner Vorstandsarbeit die Aufnahme in unseren Verein als neues Vereinsmitglied verwehrt worden ist.
Die stetige Anfrage an Neuaufnahmen zeigt allerdings auch, dass unser Vereinsgewässer in Bezug auf die Lage und Gewässerbeschaffenheit als eines der schönsten Gewässer in der Umgebung gilt. Innerhalb weniger Minuten habe ich durch die gute Verkehrsanbindung die Möglichkeit, von der be-lebten Innenstadt einen gut befestigten Angelplatz zu erreichen, von dem aus – je nach Platzwahl natürlich – ein unbeschwertes und ruhiges Angeln möglich ist. Ich selbst entdecke dies immer wieder, wenn ich an einem Wochenende zwischen Arbeitsstelle und sonstigen familiären Verpflichtungen entspannen kann. Dazu trägt natürlich auch das gesamte Erscheinungsbild des Blauen Sees bei. Alle Angelplätze sind im Laufe der vergangenen Jahre so gut hergerichtet oder angelegt worden, dass ein hervorragendes Erscheinungsbild bei gleichzeitiger minimaler Pflege der Lohn der vielen Mühen ist. Ich selbst kann mich noch an Zeiten erinnern, an denen zentnerschwere Steine beim Böschungsar-beiten aus der Böschung herausgebrochen und um den gesamten See gekarrt werden mussten, nur um sie an einer geeigneten Stelle als Auffüllmaterial im Wasser zu versenken. Hunderte meterlange Holzpfähle, die in den steinigen Seeboden gerammt werden mussten sowie gefühlte 200 Pflanzsteine trugen darüber hinaus nicht unbedingt zu Vorstands-Pluspunkten bei den anwesenden Vereinsmit-gliedern bei. Die heutigen Böschungsarbeiten gestalten sich wesentlich mitgliederfreundlich, so dass neben einem alljährlichen Pflanzenrückschnitt und wenigen Reparaturarbeiten kaum nennenswerte Arbeiten anfallen.
Denke ich an vergangene Vereinstätigkeiten zurück, so gibt es (fast) nichts, was wir als Vereinstätig-keit für die Mitglieder nicht angeboten hätten. Entsinne ich mich zurück, so lassen sich hier in erster Linie diverse Gemeinschaftsangeln, wie Hegeangeln, Königsangeln, Vater- bzw. Mutter-Kind-Angeln, Raubfischangeln, Gemeinschaftsnacht- oder Spinnangeln mit und ohne anschließendes Grillen usw. nennen. Weiterhin konnten Mitglieder neben dem Angeln in der eigenen Jugendgruppe mit mehreren Jugendwarten in einer Knotenschule erlernen, wie selbst Haken gebunden, Boilivorfächer hergestellt oder eine Haupt- mit einer Schlagschnur miteinander verbunden werden. Die Besichtigung unseres Fischlieferanten in der Eifel, ein alljährliches Sommerfest mit wechselnden Attraktionen oder aber auch ein gemeinschaftliches Makrelenangeln in der Nordsee sind weitere Gemeinschaftstermine, die in den vergangenen Jahren auf dem Programm standen. Leider, und das muss ich an dieser Stelle ausdrücklich sagen, hat das Interesse seitens der Vereinsmitglieder an gemeinschaftlichen, vom Vor-stand angesetzten Veranstaltungen stark abgenommen. An manchen Terminen erschien lediglich eine sehr geringe Anzahl an Teilnehmern, so dass dies den hohen organisatorischen und auch finanziellen Aufwand nicht mehr rechtfertigt. Aus diesem Grund werden – zumindest für das kommende Vereinsjahr – alle Gemeinschaftstermine auf ein Minimum zurückgefahren. Dies finden meine Vor-standskollegen und ich natürlich sehr schade, dennoch sind wir uns bewusst, dass die Freizeit eines jeden bei steigenden beruflichen und privaten Verpflichtungen über den Lauf der Jahre i.d.R. nicht zugenommen hat. Sollte im Laufe der Zeit festgestellt werden, dass ein gesteigertes Interesse an vereinsinternen Aktivitäten vorhanden ist, können diverse Programmpunkte wieder in den Terminka-lender aufgenommen werden.
Der letzte und in meinen Augen wichtigste Punkt eines Angelvereins ist selbstredend der in den ver-gangenen Jahren praktizierte Fischbesatz. Allein in den vergangenen Jahren 2001 bis 2011 besetzten wir in unserem Vereinsgewässer „Blauer See“ rund 150 Zentner Fisch. Obwohl wir alljährlich hohe Kormoranbesätze an unserem See zu verbuchen haben, konnten durch die Besatzmaßnahmen mit verhältnismäßig großen Besatzfischen ein ansehnlicher Fischbestand unterschiedlichster Altersklas-sen, insbesondere beim Hecht sowie bei den Friedfischen Brasse und Karpfen, aufgebaut werden. Lediglich die hohen Besatzmengen an Rotaugen, die alleine mit rund 80 Zentnern zu verbuchen wa-ren, konnten leider bisher keinen Fuß in unserem Gewässer fassen, so dass hier trotz Biotopverbes-serungen durch Pflanzgatter und Schilfgürtel wenig nennenswerte Fangerfolge zu verzeichnen sind. Auch der Aalbestand ist fang- und vor allem fraßbedingt stark zurückgegangen, so dass hier Fänge in den letzten Jahren leider immer seltener geworden sind. Mit einem Preis von mehr als 1.000,- € je Zentner scheiden diese Besatzfische für uns aus finanziellen Gründen am Blauen See leider aus. Glücklicherweise können diese nach wie vor an den Gewässern der Lippe sowie den diversen Kanä-len, die auch in unmittelbarer Nähe zum Blauen See liegen, beangelt werden. Neben stattlichen Exemplaren im Karpfen- und Hechtbereich wurden im vergangenen Kalenderjahr insbesondere im Dorstener Bereich, zunehmend Exemplare der Flunder, der Barbe, der Forelle sowie des Welses ge-fangen. Insgesamt betrachtet stehen jedem Vereinsmitglied somit Gewässer mit unterschiedlichsten Fischarten und Klassen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.
Abschließend möchte ich – wie in jedem Jahr an dieser Stelle – allen Vereinsmitgliedern und Freunden unseres Vereines auch im Namen des Vorstandes und Beirates viel Glück, Gesundheit und Zu-friedenheit sowie wieder unzählig schöne Stunden und eine erfolgreiche Fischwaid am Wasser für das neue Kalenderjahr 2012 wünschen.
Mit freundlichem Petri-Heil
Martin Lücke
-1. Vorsitzender-
